Pressemitteilung 19.09.2017

28.02.2014 Tarifrunde öffentlicher Dienst: 3,5% wollen die Beschäftigten,10% nahmen sich die Abgeordneten

Auf ihrer letzten Versammlung befaßten sich die Mitglieder der DKP Gießen mit den bevorstehenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen. Erika Beltz, Mitglied des DKP-Kreisvorstands bezeichnete die von der Gewerkschaft verdi aufgestellte Forderung in Höhe von 3,5% Lohnerhöhung plus einem Sockelbetrag von 100 Euro als ein Minimum, das durchgesetzt werden müsse. Es sei eine Verhöhnung der Beschäftigten, wenn Innenminister de Maiziere hier von Maßlosigkeit und leeren Kassen spreche, aber gleichzeitig die Diäten der bereits reichlich bedachten Bundestagsabgeordneten um monatlich 830 Euro auf 9082 Euro, das entspreche 10%, heraufgesetzt würden. Auch die von Steinmeier, Gauck und von der Leyen angekündigten neuen Auslandseinsätze der Bundeswehr würden zusätzliche zig Millionen verschlingen, die sinnvoller eingesetzt werden könnten – nicht nur für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, sondern auch in einer besseren finanziellen Ausstattung der hochverschuldeten Städte und Gemeinden. Hier sei gemeinsamer Druck auf die Bundesregierung notwendig, erklärte Erika Beltz. Hinsichtlich der Angestellten der Stadt Gießen verwies sie zudem auf die Landesgartenschau, deren Kosten nicht als Ausrede für niedrige Lohnerhöhungen herangezogen werden dürften. Ausdrücklich erklärte sich die Versammlung solidarisch mit den kommunalen Beschäftigten und bereit, sie in den bevorstehenden Tarifauseinandersetzungen zu unterstützen.

 

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