Pressemitteilung 17.11.2017

09.07.2012 DKP Gießen zu Gast auf dem Eritrea-Festival

Einige Mitglieder des Kreisvorstands der DKP Gießen, Henning Mächerle sowie Erika und Michael Beltz, konnten sich während eines Rundganges und zahlreicher Gespräche über den Charakter des eritreischen Kulturfestivals persönlich überzeugen, an dem wieder mehr als 2000 Eritreer aus der BRD teilnahmen. Sie besuchten das Zelt des eritreischen Frauenvereins, nahmen Teil an einer Diskussionsveranstaltung, auf der etwa 200 junge Menschen sich über Ausbildung und Studium in Eritrea informieren konnten und fanden auch Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Botschafter, Herrn Tsegay aus Berlin, sowie dem Vorsitzenden der eritreischen Gemeinde in Frankfurt. Beide bedankten sich bei Michael Beltz für seine Rede im Stadtparlament und wiesen die Verleumdungs- und Hetzkampagne gegen ihr Land entschieden zurück. Da Äthiopien sich immer noch weigere, das internationale Grenzabkommen zu akzeptieren, befinde sich Eritrea im permanenten Spannungszustand, der den friedlichen Aufbau behindere. Dennoch hat Eritrea im Vergleich mit seinen Nachbarländern einen höheren Lebensstandard, ein besseres Bildungs- und Gesundheitswesen und vor allen Dingen keine Hungersnot. Dies resultiere unter anderem auch aus der Tatsache, dass Eritrea seine reichhaltigen Bodenschätze nicht von ausländischen Konzernen ausbeuten lasse, sondern selbst abbaue – auch mit ausländischer Hilfe aber zu eigenen Bedingungen. Hierin  liege vor allem die Ursache der seit einigen Jahren auch in der BRD betriebenen Kampagne gegen Eritrea, denn das Beispiel eines afrikanischen Landes, das aus eigener Kraft eine unabhängige Entwicklung schafft, könnte auf Nachbarländer abfärben. Einig war man sich auch in der Verurteilung der bewaffneten Schlägerbanden aus der Schweiz, die die Veranstaltung zu stören versuchten und Festival-Besucher brutal attackierten, bevor sie – von der Polizei wieder freigelassen – an der Gegendemonstration teilnahmen.

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