Pressemitteilung 19.09.2017

20.06.2012 DKP gegen Eritrea-Hetze

Der Kreisvorstand der DKP Gießen nimmt mit Befremden die Kampagne gegen Eritrea zu Kenntnis, mit der das geplante Kulturfest verhindert werden soll. Vermutlich seien die meisten der Stadtverordneten, die sich entsprechenden Maßnahmen anschließen wollen, überhaupt nicht über die Verhältnisse im Land informiert, erklärte Henning Mächerle. So bezeichne z.B. die Hilfsorganisation medcare-eritrea, die unter Leitung renommierter Ärzte steht und u.a. auch von der Bundesregierung gesponsert wird auf ihrer homepage Eritrea als ein Land, „das im Vergleich zu anderen Entwicklungsländern zurecht ein Land voller Hoffnung sei“, aufgrund von Besonderheiten wie: „Keine Korruption, völlige Gleichberechtigung der Frauen, nur sehr geringe soziale Unterschiede, ein gesetzliches Verbot gegen Beschneidung von Frauen, allgemeine Schulpflicht...“. Allerdings beklagt die Organisation auch zunehmende Verleumdungen des Landes, was wohl der Tatsache geschuldet sei, dass Eritrea im Gegensatz zu Nachbarländern sich weigere, Land an ausländische Spekulanten zu verkaufen. Henning Mächerle forderte die Parlamentarier auf, sich zu informieren, bevor sie sich für derartige Beschlüsse einspannen lassen, die im übrigen undemokratisch seien und der Willkür bei der Vergabe öffentlicher Veranstaltungsräume Vorschub leisten.

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