Pressemitteilung 17.11.2017

04.03.2010 Solidarität mit den Tekel-Arbeitern

Seit dem 15.12.2009 kämpft Ihr gegen den Versuch der türkischen Bourgeoisie und ihrer Regierung, Euch Eure erkämpften Rechte zu rauben. Damit aber nicht genug: Ihr sollt zu rechtlosen Arbeitssklaven in den Händen privater Unternehmer degradiert werden. Faktisch keine Krankheitstage, keine Gewerkschaftsmitgliedschaft, Arbeit ohne Bezahlung und keine freien Sonntage... Nach der historischen Niederlage der arbeitenden Menschen, die durch den Zusammenbruch der europäischen sozialistischen Länder gekennzeichnet war, begann die Privatisierung staatlichen Eigentums in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts zentraler Punkt bürgerlicher Politik zu werden. Der ideologische Kampfbegriff hierfür ist "Neoliberalismus". Aber erst mit dem Regierungsantritt der islamisch konservativen AKP (Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung ) erreichte die Privatiserungswelle in der Türkei ihren ersten Höhepunkt und erfasste auch den ehemals staatlichen Tabakkonzern TEKEL. Im Jahr 2003 begann die Privatisierung des Konzerns, und 2008 wurde er in einer "Auktion" an den Lucky Stricke Produzenten "British American Tobacco" verscherbelt. Angesichts der zunehmenden staatlichen Übergriffe, Euch gegenüber, verdient Euer mutiger Kampf für die Rechte der Werktätigen unsere ganze Solidarität und Bewunderung! Ihr kämpft gegen rechtlose Arbeitsverhältnisse, für Löhne von denen Ihr und Eure Familien leben könnt, für die Organisationsfreiheit, und Ihr kämpft nicht zuletzt dagegen nur Anhängsel der Kapitalherren zu sein. Ihr habt es geschafft, Eure gesellschaftliche Basis zu vergrößern, trotz der Versuche von Seiten der Gewerkschaftsdachverbände TURK-IS (Konförderation der Arbeitergewerkschaften der Türkei) und HAK-IS (Konförderation der islamischen Arbeitergewerkschaften) den Widerstand zu unterlaufen,. Viele Menschen haben durch Euren Kampf verstanden, dass die vermeintlichen "Volksvertreter" der AKP nichts weiter sind als Erfüllungsgehilfen der türkischen Bourgeoisie, welche Hand in Hand mit den internationalen Finanzorganisationen (IWF, Weltbank, WTO) arbeitet. Euer mutiger Einsatz hat das Klassenbewußtsein in der Türkei gestärkt und ist ein erster Baustein für die Entwicklung einer breiten und militanten Arbeiterbewegung. Wir versichern Euch unserer uneingeschränkten Solidarität und werden uns in Deutschland dafür einsetzen, dass Euer Kampf auch hier die notwendige Aufmerksamkeit findet. Hoch die internationale Solidarität! Proletarierer aller Länder vereinigt euch! Deutsche Kommunistische Partei, Kreisorganisation Gießen

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