Pressemitteilung 19.09.2017

18.03.2011 Zu Atomkatastrophe in Ja

Pressemitteilung Aus aktuellem Anlass befasste sich die DKP Gießen mit den katastrophalen Vorgängen im Japanischen Reaktorkomplex Fukushima. Gernot Linhart, Dipl. Ing. mit Schwerpunkt Strahlenschutz und Kerntechnik, wies darauf hin, dass die dortigen Reaktoren nicht durch die direkte Einwirkung des Erdbebens oder des Tsunamis zerstört wurden. Erst der Ausfall der Stromversorgung und damit auch der Kühlung setzte einen Ablauf in Gang, der innerhalb weniger Tage aus intakten, angeblich absolut sicheren Reaktoren durch Überhitzung, Brände und Explosionen rauchende Berge aus Trümmern und strahlendem Schrott machte. Diese geben jetzt ihren hochradioaktiven Inhalt unaufhörlich an die Umgebung ab. Ähnliche Abläufe sind, auch ohne auslösendes Erdbeben, in jeden Kernkraftwerk möglich. Das ist seit Beginn der Entwicklung der Kernenergie bekannt, wurde aber von Befürworten dieser Technik immer wieder abgestritten. Die jetzt vom Bundesumweltministerium ins Gespräch gebrachten erhöhten Sicherheitsanforderungen an Kernkraftwerken sind nicht über Nacht entstanden, sondern hätten schon bei der Genehmigung der ersten Reaktorbauten angewendet werden müssen. Dann hätte aber aus der Kernenergie nie ein profitabler Wirtschaftszweig werden können. Michael Beltz betonte nochmals, daß SPD und Grüne, die sich jetzt an die Spitze der Bewegung für die Abschaltung der Kernkraftwerke setzen wollen, es in der Zeit ihrer Regierungsbeteiligung versäumt haben, diese Sicherheitsbestimmungen durchzusetzen. Stattdessen haben sie den Konsens mit den Energiekonzernen gesucht und noch Zugeständnisse bei eigentlich fälligen Nachrüstungen gemacht. Wirkliche Sicherheit kann es nur bei Abschaltung aller Kernreaktoren geben - wobei klar sein muss, dass diese Anlagen gefährlich bleiben solange die strahlenden Brennelemente sich noch innerhalb der Anlage befinden.

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