Pressemitteilung 19.09.2017

01.12.2015 Flucht und Asyl als Folge der Rohstoffpolitik des Westens

Am 23. November 2015 fand in der Kongresshalle Gießen die Veranstaltung zum Thema „Flucht und Asyl als Folge der Rohstoffpolitik des Westens“ statt. Die DKP Gießen, SDAJ und VVN-BdA hatten den nigerianischen freien Journalisten Peter Donatus als Vortragenden eingeladen. Er selbst ist vor 26 Jahren nach mehrmonatiger Isolationshaft von Nigeria nach Deutschland geflüchtet.

Neben Krieg und Verfolgung sieht Peter Donatus den Klimawandel und die Umweltzerstörung (Ökozid) als die größten und wichtigsten Fluchtursachen. Wenn den Menschen durch die räuberische Rohstoffpolitik der multinationalen Konzerne des Westens die Lebensgrundlage vernichtet wird und sie gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, werden sie als „Wirtschaftsflüchtlinge“ diffamiert. Damit soll von den wahren Ursachen abgelenkt werden.

Mit beeindruckenden aber auch bedrückenden Bildern schilderte Peter Donatus die Folgen der Ölförderung im Niger-Delta. Europäische Sicherheitsstandards gibt es hier nicht, Ölunfälle und Öl-Lecks verseuchen das Gebiet täglich. Die Bevölkerung lebt unter unvorstellbar schlechten Bedingungen, die zerstörte Natur bietet kaum noch Lebensgrundlagen.

Die Ausbeutung der afrikanischen Länder sichert den Wohlstand auch in Deutschland. Erst wenn sie abgeschafft wird, können sich die Menschen und die Umwelt wieder erholen.

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